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Holzarten für Messergriffe: Eigenschaften, Herkunft & Pflege

Messer Info Forum · aktualisiert am

Holz zählt zu den beliebtesten Materialien für Messergriffe. Als echtes Naturprodukt ist Holz nicht nur sehr belastbar, sondern verleiht jedem Messer auch ein einzigartiges, elegantes Aussehen. Die Bandbreite der Farben und Maserungen reicht von gelb über rot zu braun, grau und schwarz – von einfarbig über gefleckt und marmoriert bis gestreift.

Um Ihnen die Auswahl des passenden Messers zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Informationen zu 52 Holzarten und Holzwerkstoffen für Messergriffe zusammengestellt – mit Herkunft, Härte, Rohdichte, Haltbarkeit und Maserung. Denn Holz ist nicht gleich Holz: Hölzer unterscheiden sich neben ihrer Optik auch hinsichtlich ihrer Härte, ihres Gewichts und ihrer Oberflächenbeschaffenheit.

Pflege von Holzgriffen: So bleibt Ihr Messer schön

  1. Keine Spülmaschine: Heißes Wasser, aggressive Reiniger und lange Trocknungsphasen lassen Holz aufquellen, ausbleichen und reißen. Messer mit Holzgriff immer von Hand spülen.
  2. Sofort abtrocknen: Den Griff nach dem Spülen mit einem Tuch trocknen und das Messer nicht im Wasser liegen lassen.
  3. Regelmäßig ölen: Ein paar Tropfen Leinöl-Firnis, Hartöl, Kamelienöl oder lebensmittelechtes Paraffinöl auftragen, einziehen lassen und den Überschuss abwischen. Offenporige Hölzer wie Esche, Eiche oder Buche profitieren besonders davon.
  4. Stumpfe Stellen auffrischen: Raue oder vergraute Griffe lassen sich mit feinem Schleifpapier (Körnung 400–600) glätten und anschließend neu ölen.
  5. Richtig lagern: Nicht dauerhaft in praller Sonne oder direkt an der Heizung aufbewahren – starke Temperatur- und Feuchteschwankungen fördern Risse.

Stabilisiertes Holz und Pakkaholz sind deutlich pflegeleichter, freuen sich aber ebenfalls über gelegentliches Polieren. Tipps zur Klinge finden Sie in unserem Ratgeber Messer schärfen.

Welches Holz eignet sich für Messergriffe?

Generell gilt: Härtere und dichtere Hölzer sind besser für Messergriffe geeignet, weil sie weniger Feuchtigkeit aufnehmen, formstabil bleiben und Stöße gut verkraften. Ähnlich wie beim Klingenstahl gilt aber auch: Sehr harte Hölzer können spröder sein und eher reißen. Bei der Wahl des Griffholzes helfen diese Kriterien:

  • Härte & Rohdichte: Hölzer mit einer Rohdichte über ca. 0,8 g/cm³ (z. B. Ebenholz, Grenadill, Cocobolo, Olivenholz) sind besonders robust und lassen sich edel polieren.
  • Feuchtebeständigkeit: Für Küchen- und Kochmesser eignen sich ölhaltige, witterungsfeste Hölzer wie Teak, Cocobolo oder Kastanie sowie stabilisiertes Holz und Pakkaholz.
  • Zähigkeit: Für Outdoor-, Jagd- und Arbeitsmesser sind zähe Hölzer wie Esche, Hickory, Eibe oder Wüsteneisenholz ideal.
  • Optik & Haptik: Maserhölzer (Wurzelholz, Amboina, Thuja) und exotische Hölzer (Schlangenholz, Ziricote) machen jedes Messer zum Unikat.
  • Nachhaltigkeit & Artenschutz: Heimische Hölzer wie Nussbaum, Eiche, Esche oder Olive haben kurze Transportwege. Einige Tropenhölzer wie Palisander, Cocobolo, Grenadill und Bubinga sind nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) geschützt.

Passende Messer finden Sie in unserem Überblick über die verschiedenen Messerarten.

Holzarten für Messergriffe im Vergleich

Übersicht der Griffhölzer – Härte, Rohdichte (lufttrocken, Richtwerte) und Feuchtebeständigkeit
HolzartHerkunftHärteRohdichte (g/cm³)Feuchtebeständigkeit
Ahorn & Ahorn-WurzelholzEuropa, Nordamerikamittel–hart0,60–0,70gering
AkazienholzAustralien, Südostasien, Afrika (häufig aus Plantagen)hart0,60–0,80gut
AmarantMittel- und Südamerikasehr hart0,80–0,90gut
AmboinaSüdostasienhartca. 0,65gut
BambusAsienhart0,60–0,80gut
BirkenholzNordeuropamittelca. 0,65gering
BirnbaumholzEuropahartca. 0,70gering
BocoteMittelamerika (v. a. Mexiko)hartca. 0,85gut
BruyèreNordafrika, Südeuropahart–mittel
BubingaWest- und Zentralafrikasehr hartca. 0,90gut
BuchenholzMittel- und Nordeuropahartca. 0,72gering
BuchsbaumSüdeuropasehr hartca. 0,95mittel
CocoboloMittelamerikasehr hartca. 1,10sehr gut
Gestreiftes EbenholzIndonesien (Sulawesi)sehr hartca. 1,10gut
Schwarzes EbenholzAfrika, Asiensehr hart1,00–1,10gut
EibenholzEuropahart0,65–0,70gut
EichenholzEuropasehr hartca. 0,70gut
EschenholzEuropahartca. 0,69gering
Gestocktes Holzweltweitje nach Holz–gut (stabilisiert)
GrenadillOst- und Zentralafrikasehr hart1,20–1,30gut
GuayacanMittel- und Südamerikasehr hart1,00–1,20mittel
HickoryNordamerikasehr hartca. 0,83gering
KastanieEuropa, Nordafrikamittelca. 0,59sehr gut
KataloxMittelamerika (Mexiko, Belize, Guatemala)extrem hart1,10–1,20gut
KirschbaumEuropa, Nordamerika (weltweit kultiviert)mittel–hartca. 0,60gering
KoaHawaiimittelca. 0,60mittel
LindenholzEuropaweichca. 0,53gering
MagnolienholzJapanweich–mittel0,45–0,50mittel
MooreicheEuropasehr hart–mittel
MopaneSüdliches Afrikasehr hart1,00–1,20gut
Nussbaumholz / WalnussEuropa, Nordamerikamittelca. 0,64mittel
OlivenholzMittelmeerraumhart0,85–1,00mittel
PadoukWest- und Zentralafrikahartca. 0,75gut
Pakkaholzwird weltweit hergestelltsehr hart–sehr gut
PalisanderSüd- und Mittelamerika, Indienhart0,80–1,00gut
Palmira / Palmwoodweltweit hergestellthart–sehr gut
Pappel-MaserholzNordamerika, Europahart (stabilisiert)ca. 0,45gut (stabilisiert)
QuittenholzEuropa, Asiensehr hart–mittel
RosenholzSüdamerikahart–gut
SandelholzIndien, Südostasien, Australienhartca. 0,90mittel
SatinéSüdamerikasehr hart1,00–1,10mittel
SchlangenholzSüdamerika (v. a. Guyana, Surinam)sehr hart1,20–1,30mittel
Stabilisiertes Holzweltweit hergestellthartvariabelsehr gut
Tasmanian BlackwoodAustralien (Tasmanien)mittelca. 0,64mittel
TeakholzSüd- und Südostasien, Plantagen in den Tropenhartca. 0,65sehr gut
ThujaholzNordafrika (v. a. Marokko)hart–gut
Wacholderweltweitmittelca. 0,55gut
WengeZentralafrikahartca. 0,87gut
Wurzelholzweltweitje nach Holz–je nach Holz
WüsteneisenholzSonora-Wüste (Mexiko, Südwesten der USA)sehr hart1,10–1,20sehr gut
ZebranoWestafrika (v. a. Kamerun, Gabun)hartca. 0,74gut
ZiricoteMittelamerikasehr hart0,90–1,00gut

Holzarten von A bis Z

Ahorn-Wurzelholz mit rotbrauner, marmorierter Maserung

Ahorn & Ahorn-Wurzelholz Acer spp.

Herkunft
Europa, Nordamerika
Gewicht
mittelschwer
Härte
mittelhart bis hart
Rohdichte
0,60–0,70 g/cm³
Oberfläche
feinporig, gut polierbar
Haltbarkeit
nicht witterungsbeständig
Farbe/Maserung
glattes Ahornholz weißlich bis cremefarben; Wurzelholz rotbraun, marmoriert

Für Messergriffe wird meist Ahorn-Wurzelholz (Ahorn-Maser) verwendet, das sich mit seiner rotbraunen, marmorierten Zeichnung deutlich vom hellen, fast weißen Stammholz unterscheidet. Besonders begehrt sind außerdem Riegelahorn mit quer verlaufender, schimmernder „Flammung“ und Vogelaugenahorn mit kleinen, augenartigen Punkten.

Da Ahorn Feuchtigkeit aufnimmt, wird Ahorn-Maser im Messerbau häufig stabilisiert und dabei oft auch farbig eingefärbt.

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Akazienholz mit goldbrauner, lebhaft gestreifter Maserung

Akazienholz Acacia spp.

Herkunft
Australien, Südostasien, Afrika (häufig aus Plantagen)
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart
Rohdichte
0,60–0,80 g/cm³
Oberfläche
fein- bis mittelporig
Haltbarkeit
gut feuchtebeständig
Farbe/Maserung
goldgelb bis dunkelbraun, kontrastreich gestreift

„Akazie“ ist ein Sammelbegriff für zahlreiche Arten der Gattung Acacia. Das harte, dekorative Holz stammt heute überwiegend aus schnell wachsenden Plantagen und wird vor allem für Küchen- und Brotmesser, Messerblöcke und Schneidbretter verwendet.

Dank seiner natürlichen Öle ist Akazienholz relativ unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Achtung: Im Handel wird auch die heimische Robinie („Falsche Akazie“) mitunter als Akazie bezeichnet.

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Amarant-Holz (Purpleheart) mit violetter, feiner Längsstreifung

Amarant (Purpleheart) Peltogyne spp.

Herkunft
Mittel- und Südamerika
Gewicht
schwer
Härte
sehr hart
Rohdichte
0,80–0,90 g/cm³
Oberfläche
fein- bis mittelporig
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
leuchtend violett, dunkelt mit der Zeit zu violettbraun nach

Amarant – international als Purpleheart bekannt – ist eines der wenigen Hölzer mit natürlich violetter Farbe. Frisch geschnitten ist es bräunlich; erst durch Licht und Sauerstoff entsteht das intensive Violett, das sich über die Jahre ins Braune verschiebt. UV-Schutz im Finish verlangsamt diesen Prozess.

Das sehr harte, dauerhafte Holz ist bei Custom-Messermachern beliebt, gern auch als farbiger Kontrast in Kombination mit hellen Hölzern oder Micarta.

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Amboina-Maserholz, rotbraun mit marmorierter Zeichnung

Amboina Pterocarpus indicus (Maserholz)

Herkunft
Südostasien
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart
Rohdichte
ca. 0,65 g/cm³
Oberfläche
fein
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
goldbraun bis rotbraun, marmoriert mit dichten „Augen“

Amboina ist das Maserholz (Wurzel- und Knollenholz) des Padouk-Verwandten Pterocarpus indicus und nach der indonesischen Insel Ambon benannt. Wegen seiner Farbigkeit und seiner wunderschönen, lebhaften Maserung ist Amboina ein beliebtes Holz bei Messersammlern.

Zudem ist es hart, fest und gut polierbar. Große, fehlerfreie Maserstücke sind selten und entsprechend hochpreisig.

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Bambus als Griffmaterial, helle Faserstruktur

Bambus Bambusoideae

Herkunft
Asien
Gewicht
leicht
Härte
hart
Rohdichte
0,60–0,80 g/cm³ (verleimt)
Oberfläche
faserig, glatt geschliffen
Haltbarkeit
witterungsbeständig
Farbe/Maserung
hellgelb bis karamellbraun (karbonisiert)

Botanisch ist Bambus kein Holz, sondern ein verholzendes Süßgras. Für Griffe und Schneidbretter werden die Halme in Streifen geschnitten und unter Druck verleimt; durch Dämpfen (Karbonisieren) entsteht der dunklere Karamellton.

Als Griffmaterial ist Bambus eher selten, aufgrund seiner Härte und Feuchtebeständigkeit aber gut geeignet. Als sehr schnell nachwachsender Rohstoff schont Bambus zudem die Waldbestände.

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Maserbirke mit heller Grundfarbe und braunen Flecken

Birkenholz (Maserbirke) Betula spp.

Herkunft
Nordeuropa
Gewicht
mittelschwer
Härte
mittelhart
Rohdichte
ca. 0,65 g/cm³
Oberfläche
fein, samtig
Haltbarkeit
nicht witterungsfest, nach Ölbad mäßig
Farbe/Maserung
weißlich bis hellgelb, braun gefleckt

Birkenholz ist preiswert und zeichnet sich besonders durch seine schöne Maserung aus. Es wird vor allem von skandinavischen Messerherstellern verwendet – typisch sind die Griffe traditioneller finnischer Puukko-Messer, oft aus Maserbirke (Karelische Birke) oder aus gestapelten Birkenrinden-Scheiben.

Das von Natur aus helle Birkenholz ist bei Messern oft dunkler und haltbarer, da es in ein Ölbad gelegt oder stabilisiert wird.

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Birnbaumholz, rötlich-hellbraun mit feiner, gleichmäßiger Struktur

Birnbaumholz Pyrus communis

Herkunft
Europa
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart
Rohdichte
ca. 0,70 g/cm³
Oberfläche
sehr feinporig, glatt
Haltbarkeit
nicht witterungsfest
Farbe/Maserung
rötlich bis rosabraun (gedämpft), kaum Maserung

Birnbaum ist ein heimisches Obstholz mit außergewöhnlich feiner, gleichmäßiger Struktur. Es lässt sich hervorragend bearbeiten und auf Hochglanz polieren und wurde traditionell für Werkzeuggriffe, Zeichengeräte und Schnitzarbeiten verwendet.

Im Messerbau findet man Birnbaumholz vor allem bei Trachten-, Taschen- und Brotzeitmessern. Die warme, rötliche Farbe entsteht meist durch Dämpfen des Holzes.

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Bocote-Holz mit kontrastreicher hell- und dunkelbrauner Streifung

Bocote Cordia spp.

Herkunft
Mittelamerika (v. a. Mexiko)
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart
Rohdichte
ca. 0,85 g/cm³
Oberfläche
offenporig
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
goldbraun mit dunkelbraunen bis schwarzen Streifen

Bocote-Hartholz besticht durch sein kräftiges Farbspiel und seine markante, oft wellige Streifung und wird deshalb gerne für Messergriffe verwendet.

Das Holz ist von Natur aus leicht ölig, gut polierbar und recht feuchtebeständig. Es ist mit Ziricote verwandt (beide gehören zur Gattung Cordia).

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Bruyère-Wurzelholz, rotbraun gefleckt und marmoriert

Bruyère (Erika) Erica arborea (Wurzelknolle)

Herkunft
Nordafrika, Südeuropa
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart
Oberfläche
fein
Haltbarkeit
mäßig witterungsfest
Farbe/Maserung
rotbraun bis braun, gefleckt bis marmoriert

Bruyère ist das harte Wurzelholz der Baumheide (Erika). Nicht zuletzt wegen seiner wundervollen Maserung ist Bruyère ein erstklassiges Holz, das nicht nur in der Messerherstellung, sondern vor allem in der Pfeifenherstellung sehr geschätzt wird.

Das Holz ist hitzebeständig, formstabil und entwickelt mit der Zeit eine schöne Patina.

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Bubinga-Holz, rotbraun mit violettem Schimmer

Bubinga Guibourtia spp.

Herkunft
West- und Zentralafrika
Gewicht
mittelschwer
Härte
sehr hart
Rohdichte
ca. 0,90 g/cm³
Oberfläche
mittel- bis grobporig
Haltbarkeit
witterungsfest (Kernholz)
Farbe/Maserung
violett bis rotbraun, schwache Maserung bis gestreift

Seine Farbigkeit und Härte machen Bubingaholz zu einem erstklassigen Werkstoff für den Messerbau. Das dichte Holz ist gut polierbar und formstabil und wird für Taschen-, Jagd- und Gebrauchsmesser verwendet.

Bubinga ist seit 2017 im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) gelistet; der Handel mit Rohholz ist genehmigungspflichtig.

Artenschutz: Diese Holzart ist ganz oder teilweise im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) gelistet.

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Buchenholz, hell mit rötlichem Ton und kaum Maserung

Buchenholz Fagus sylvatica

Herkunft
Mittel- und Nordeuropa
Gewicht
mittelschwer bis schwer
Härte
hart
Rohdichte
ca. 0,72 g/cm³
Oberfläche
feinporig
Haltbarkeit
nicht witterungsfest
Farbe/Maserung
weißlich bis gelblich, gedämpft rötlich, kaum Maserung

Buchenholz punktet mit seiner hohen Härte und Festigkeit. Es ist vergleichsweise preiswert und wird von bekannten europäischen Herstellern wie Opinel für ihre Klassiker verwendet.

Da Buche Feuchtigkeit aufnimmt und dabei arbeitet, sollten Griffe aus Buchenholz nach dem Spülen gut abgetrocknet und gelegentlich geölt werden.

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Buchsbaumholz, hellgelb mit feiner, dichter Struktur

Buchsbaum Buxus sempervirens

Herkunft
Südeuropa
Gewicht
schwer
Härte
sehr hart
Rohdichte
ca. 0,95 g/cm³
Oberfläche
sehr fein
Haltbarkeit
mäßig witterungsfest
Farbe/Maserung
hellgelb bis braun, gefleckt bis wolkig gestreift

Buchsbaum-Holz ist extrem dicht und hat sehr gute Eigenschaften, wird aber eher selten für Messergriffe verwendet, da größere Stücke kaum erhältlich sind. Traditionell dient es für Schachfiguren, Holzblasinstrumente und Holzstiche.

Als helles, gelbliches Holz ist es eine elegante Alternative zu Birkenholz oder Olivenholz.

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Cocobolo-Holz, leuchtend rotbraun mit dunklen Streifen

Cocobolo Dalbergia retusa

Herkunft
Mittelamerika
Gewicht
schwer
Härte
sehr hart
Rohdichte
ca. 1,10 g/cm³
Oberfläche
glatt, mittelgroße Poren, ölig
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
orange- bis rotbraun, gestreift, dunkelt nach

Cocobolo-Holz ist ebenso schön wie widerstandsfähig. Das sehr harte, von Natur aus ölige Holz ist nahezu wasserabweisend und erfreut sich bei Messersammlern großer Beliebtheit.

Cocobolo gehört zu den Palisanderarten (Dalbergia) und ist im CITES-Anhang II gelistet. Hinweis für Selbstbauer: Schleifstaub kann allergische Reaktionen auslösen.

Artenschutz: Diese Holzart ist ganz oder teilweise im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) gelistet.

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Makassar-Ebenholz mit dunkelbraun-schwarzer Streifung

Gestreiftes Ebenholz (Makassar-Ebenholz) Diospyros celebica

Herkunft
Indonesien (Sulawesi)
Gewicht
schwer
Härte
sehr hart
Rohdichte
ca. 1,10 g/cm³
Oberfläche
fein, glatt
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
rotbraun bis schwarzbraun, kontrastreich gestreift

Makassar-Ebenholz hat hervorragende Eigenschaften und eine schlichte Eleganz. Es zählt zu den teuersten Hölzern und ist vor allem bei Messern im oberen Preissegment zu finden.

Die Art gilt laut Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdet, Holz aus legaler Herkunft ist daher knapp.

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Schwarzes Ebenholz, tiefschwarz mit sehr feiner Oberfläche

Schwarzes Ebenholz (engl. Ebony) Diospyros spp.

Herkunft
Afrika, Asien
Gewicht
schwer
Härte
sehr hart
Rohdichte
1,00–1,10 g/cm³
Oberfläche
sehr fein, glatt
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
dunkelgrau bis tiefschwarz, kaum Maserung

Auch das schwarze Ebenholz besticht neben seinen guten Eigenschaften mit schlichter Eleganz. Das Edelholz wird sowohl für Taschen- und Jagdmesser als auch für Kochmesser und als Zwinge japanischer Griffe gerne verwendet.

Ebenholz lässt sich spiegelglatt polieren. Da es zur Rissbildung neigt, sollte es vor starken Temperatur- und Feuchteschwankungen geschützt werden.

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Eibenholz mit orangebraunem Kern, hellem Splint und feinen Jahresringen

Eibenholz Taxus baccata

Herkunft
Europa
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart, sehr zäh und elastisch
Rohdichte
0,65–0,70 g/cm³
Oberfläche
sehr fein, seidig
Haltbarkeit
dauerhaft
Farbe/Maserung
orange- bis rotbrauner Kern, schmaler cremeweißer Splint, feine Jahresringe

Die Eibe ist das härteste und zäheste heimische Nadelholz. Früher war sie das klassische Holz für Langbögen; heute schätzen Messermacher die leuchtende Farbe, den reizvollen Kontrast zwischen Kern und Splint und die kleinen „Punktäste“.

Eibenholz enthält giftige Taxine – beim Schleifen sollte man daher eine Staubmaske tragen. Der fertige, geölte Griff ist unbedenklich. In Deutschland gilt die Eibe als gefährdete Art; verarbeitet wird meist Holz aus Forstpflege und Gärten.

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Eichenholz, graubraun mit charakteristischer Porenstruktur

Eichenholz Quercus spp.

Herkunft
Europa
Gewicht
schwer
Härte
sehr hart
Rohdichte
ca. 0,70 g/cm³
Oberfläche
grobporig (ringporig)
Haltbarkeit
witterungsbeständig
Farbe/Maserung
hell- bis graubraun, markante Spiegel und Poren

Heimisches Eichenholz besitzt sehr gute Eigenschaften für einen langlebigen Messergriff. Und auch optisch braucht es einen Vergleich mit Importhölzern nicht zu scheuen – eine sehr gute Wahl für ein Messer!

Gut zu wissen: Die im Holz enthaltene Gerbsäure kann bei Klingen aus Carbonstahl zu dunklen Verfärbungen am Übergang zum Griff führen. Bei rostfreien Klingen spielt das keine Rolle.

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Eschenholz, hell mit ausgeprägter, gefladerter Maserung

Eschenholz Fraxinus excelsior

Herkunft
Europa
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart, sehr zäh und elastisch
Rohdichte
ca. 0,69 g/cm³
Oberfläche
grobporig (ringporig)
Haltbarkeit
nicht witterungsfest
Farbe/Maserung
weißlich bis hellbeige, deutlich gefladert; Olivesche mit dunklem Kern

Esche ist das klassische Holz für Werkzeugstiele: Kaum ein heimisches Holz ist so zäh, elastisch und bruchfest. Deshalb findet man Eschenholz bei Äxten und Beilen, aber auch bei robusten Outdoor- und Gebrauchsmessern.

Besonders dekorativ ist die Olivesche mit ihrem dunkelbraun geflammten Kern. Da Esche nicht witterungsfest ist, sollte der Griff regelmäßig geölt werden.

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Gestocktes Holz mit hellem Grund und feinen schwarzen Pilzlinien

Gestocktes Holz (Spalted Wood) z. B. Buche, Ahorn, Birke, Tamarinde

Herkunft
weltweit
Gewicht
leicht bis mittelschwer
Härte
je nach Holzart; stabilisiert hart
Oberfläche
fein, stabilisiert glatt
Haltbarkeit
stabilisiert witterungsbeständig
Farbe/Maserung
hell mit schwarzen Linien (Demarkationslinien) und grau-braunen Zonen

Gestocktes Holz entsteht, wenn Pilze im Frühstadium der Holzzersetzung das Holz besiedeln. Wo verschiedene Pilzkolonien aufeinandertreffen, bilden sich feine schwarze Grenzlinien – so entsteht eine unverwechselbare, fast grafische Zeichnung. Jedes Stück ist ein Unikat.

Weil der Pilz das Holz weicher macht, wird gestocktes Holz für Messergriffe praktisch immer stabilisiert.

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Grenadill-Holz, fast schwarz mit hellem Splint

Grenadill Dalbergia melanoxylon

Herkunft
Ost- und Zentralafrika
Gewicht
sehr schwer
Härte
sehr hart
Rohdichte
1,20–1,30 g/cm³
Oberfläche
sehr fein, glatt
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
dunkelviolett bis schwarz, gelblicher Splint, leicht gestreift

Das seltene und teure Grenadillholz (engl. African Blackwood) gehört zu den dichtesten Hölzern der Welt. Es hat ähnlich wie Ebenholz sehr gute Eigenschaften und wird besonders bei hochwertigen Messern verwendet – bekannt ist es vor allem als Material für Klarinetten und Oboen.

Grenadill ist eine Palisanderart und im CITES-Anhang II gelistet.

Artenschutz: Diese Holzart ist ganz oder teilweise im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) gelistet.

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Guayacan-Holz, gelblich bis mittelbraun marmoriert

Guayacan u. a. Handroanthus spp. (Lapacho)

Herkunft
Mittel- und Südamerika
Gewicht
schwer
Härte
sehr hart und zäh
Rohdichte
1,00–1,20 g/cm³
Oberfläche
feinporig
Haltbarkeit
mäßig witterungsbeständig
Farbe/Maserung
gelblich bis olivbraun, marmoriert

Unter dem Namen Guayacan werden in Lateinamerika mehrere sehr harte Hölzer gehandelt, u. a. Lapacho (Ipê). Guayacan ist sehr hart und zäh und lässt sich nur schwer verarbeiten.

Trotz guter Eigenschaften und eleganter Optik wird es eher selten für Messergriffe verwendet.

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Hickory-Holz, hellbraun bis rötlich braun

Hickory Carya spp.

Herkunft
Nordamerika
Gewicht
schwer
Härte
sehr hart, zäh und elastisch
Rohdichte
ca. 0,83 g/cm³
Oberfläche
grobporig
Haltbarkeit
nicht witterungsbeständig
Farbe/Maserung
hellbraun bis rötlich braun

Hickory stammt aus der Familie der Walnussgewächse. Das Holz zeichnet sich durch seine Härte, Zähigkeit und Elastizität aus und nimmt Schläge hervorragend auf.

Es wird vor allem zur Herstellung von Stielen für (Schneid-)Werkzeuge wie Beile und Äxte sowie für Holzbögen verwendet.

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Kastanienholz in warmen gold- bis dunkelbraunen Tönen

Kastanie Castanea sativa

Herkunft
Europa, Nordafrika
Gewicht
mittelschwer
Härte
mittelhart
Rohdichte
ca. 0,59 g/cm³
Oberfläche
großporig
Haltbarkeit
witterungsfest, dauerhaft wasserbeständig
Farbe/Maserung
goldbraun bis dunkelbraun, schwache Maserung

Das Holz der Edelkastanie hebt sich durch seine einzigartigen, warmen Brauntöne optisch von anderen Holzarten ab.

Aufgrund sehr guter Haltbarkeit auch in feuchter Umgebung ist es u. a. sehr gut für Kochmesser geeignet und wird häufig für japanische Griffe verwendet.

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Katalox-Holz, dunkel violettbraun mit feiner Streifung

Katalox (Mexican Royal Ebony) Swartzia cubensis

Herkunft
Mittelamerika (Mexiko, Belize, Guatemala)
Gewicht
sehr schwer
Härte
extrem hart
Rohdichte
1,10–1,20 g/cm³
Oberfläche
fein, glatt
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
dunkel violett- bis schwarzbraun, fein gestreift

Katalox wird wegen seiner dunklen Farbe auch als Mexican Royal Ebony bezeichnet, ist botanisch aber kein Ebenholz. Das extrem harte, schwere Holz ist sehr formstabil und lässt sich auf Hochglanz polieren.

Für Messermacher ist Katalox eine attraktive Alternative zu Ebenholz und Grenadill – mit ähnlicher Optik, aber ohne CITES-Listung.

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Kirschbaumholz, gelblich bis rotbraun, schwach gestreift

Kirschbaum Prunus avium

Herkunft
Europa, Nordamerika (weltweit kultiviert)
Gewicht
mittelschwer
Härte
mittelhart bis hart
Rohdichte
ca. 0,60 g/cm³
Oberfläche
fein- bis mittelporig
Haltbarkeit
nicht witterungsfest
Farbe/Maserung
gelblich bis rotbraun, schwach gestreift, dunkelt nach

Trotz schöner rötlicher Färbung und ordentlicher Eigenschaften findet Kirschbaumholz vergleichsweise selten Verwendung in der Messerherstellung.

Unter Lichteinfluss dunkelt Kirschbaum deutlich nach und entwickelt eine warme, goldrote Patina.

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Koa-Holz, goldbraun mit schimmernder, geriegelter Maserung

Koa Acacia koa

Herkunft
Hawaii
Gewicht
mittelschwer
Härte
mittelhart
Rohdichte
ca. 0,60 g/cm³
Oberfläche
mittelporig
Haltbarkeit
mäßig witterungsfest
Farbe/Maserung
goldbraun bis rotbraun, oft geriegelt mit Lichtspiel

Koa wächst ausschließlich auf Hawaii und ist dort ein kulturell bedeutendes Holz (u. a. für Ukulelen und Kanus). Besonders geschätzt wird geriegeltes Koa mit seiner Chatoyance – einem seidigen Lichtspiel, das sich beim Drehen des Griffs verändert.

Da das Angebot begrenzt ist, gehört Koa zu den teuren Griffhölzern und findet sich vor allem bei Custom- und Sammlermessern.

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Lindenholz, weißlich bis gelblich mit feiner Struktur

Lindenholz Tilia spp.

Herkunft
Europa
Gewicht
leicht bis mittelschwer
Härte
weich und zäh
Rohdichte
ca. 0,53 g/cm³
Oberfläche
feinporig
Haltbarkeit
nicht witterungsfest
Farbe/Maserung
weißlich bis gelblich-braun, gestreift bis marmoriert

Lindenholz ist das klassische Schnitzholz. Trotz schöner Färbung und ordentlicher Eigenschaften findet es wegen seiner geringen Härte selten Verwendung für Messergriffe.

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Magnolienholz (Ho) mit grünlich-grauer, gleichmäßiger Struktur

Magnolienholz (Ho-Holz) Magnolia obovata

Herkunft
Japan
Gewicht
leicht
Härte
weich bis mittelhart
Rohdichte
0,45–0,50 g/cm³
Oberfläche
sehr feinporig, griffig
Haltbarkeit
mäßig feuchtebeständig
Farbe/Maserung
grünlich-grau bis olivbraun, sehr gleichmäßig

Ho-Holz ist das traditionelle Griffholz japanischer Küchenmesser. Die klassischen achteckigen oder D-förmigen Wa-Griffe werden daraus gefertigt, häufig mit einer Zwinge aus Büffelhorn.

Magnolienholz ist leicht, liegt auch nass rutschfest in der Hand und lässt die Klinge kopflastig und präzise wirken. Da der Griff in Japan als Verschleißteil gilt, lässt er sich bei Bedarf austauschen.

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Mooreiche, graubraun bis schwarz, schwach gestreift

Mooreiche Quercus spp. (subfossil)

Herkunft
Europa
Gewicht
schwer
Härte
sehr hart
Oberfläche
grobporig
Haltbarkeit
mäßig; neigt bei falscher Trocknung zu Rissen
Farbe/Maserung
graubraun bis dunkelbraun und schwarz, schwach gestreift

Die Mooreiche entsteht aus Eichenholz, das Jahrhunderte bis Jahrtausende in Mooren, Flüssen und Sümpfen unter Luftabschluss gelegen hat und dabei konserviert wurde. Durch die Reaktion der Gerbsäure mit Eisensalzen nimmt das Holz eine dunkle bis tiefschwarze Färbung an.

Mooreiche muss sehr langsam getrocknet werden und ist entsprechend selten. Viele Hersteller geben das (per Radiokarbonmethode bestimmte) Alter des Holzes an.

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Mopane-Holz, dunkel rotbraun mit lebhafter Streifung

Mopane Colophospermum mopane

Herkunft
Südliches Afrika
Gewicht
sehr schwer
Härte
sehr hart
Rohdichte
1,00–1,20 g/cm³
Oberfläche
fein, ölig
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
rotbraun bis schwarzbraun, lebhaft gestreift

Mopane ist ein sehr schweres, dichtes und öliges Hartholz aus den Savannen des südlichen Afrikas. Es ist extrem formstabil und lässt sich auf Hochglanz polieren.

Bei Jagd- und Taschenmessern ist Mopane wegen seiner dunklen, lebhaften Zeichnung und seiner Robustheit ein beliebtes Griffmaterial.

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Nussbaumholz (Walnuss), graubraun bis dunkelbraun, wolkig gemasert

Nussbaumholz / Walnuss Juglans regia, Juglans nigra

Herkunft
Europa, Nordamerika
Gewicht
mittelschwer
Härte
mittelhart
Rohdichte
ca. 0,64 g/cm³
Oberfläche
feinporig
Haltbarkeit
mäßig witterungsfest
Farbe/Maserung
graubraun bis dunkelbraun, wolkig bis gestreift

Als heimisches Holz mit guten Eigenschaften und edler, zurückhaltender Optik ist Nussbaumholz eine gute Alternative zu Importhölzern. Für die Messerproduktion wird oft Restholz aus der Möbelproduktion verwendet, was der Umwelt zugutekommt.

Amerikanischer Nussbaum (Juglans nigra) ist meist dunkler und gleichmäßiger, europäischer Nussbaum lebhafter gemasert.

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Olivenholz, hell mit lebendiger, braun gewolkter Maserung

Olivenholz Olea europaea

Herkunft
Mittelmeerraum
Gewicht
schwer
Härte
hart
Rohdichte
0,85–1,00 g/cm³
Oberfläche
sehr fein, samtig
Haltbarkeit
mäßig witterungsfest
Farbe/Maserung
cremefarben bis gelbbraun mit braunen Wolken und Streifen

Besonders wegen seiner wunderschönen, lebendigen Maserung wird Olivenholz häufig für Messergriffe verwendet – kein Griff gleicht dem anderen. Aber auch die guten Eigenschaften und die angenehme, samtige Oberfläche machen Olivenholz zu einem erstklassigen Holz für Messerfreunde.

Verarbeitet wird meist Holz von alten Bäumen, die keine Früchte mehr tragen, sowie Holz aus dem Rückschnitt. Regelmäßiges Ölen erhält die leuchtende Farbe.

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Padouk-Holz, leuchtend orangerot mit feiner Längsstreifung

Padouk Pterocarpus soyauxii

Herkunft
West- und Zentralafrika
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart
Rohdichte
ca. 0,75 g/cm³
Oberfläche
grobporig
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
leuchtend orangerot, dunkelt zu rot- bis purpurbraun nach

Padouk fällt durch sein leuchtendes Orangerot sofort ins Auge. Mit der Zeit dunkelt das Holz zu einem tiefen Rotbraun nach. Es ist hart, sehr dauerhaft und formstabil.

Padouk wird u. a. von Opinel für Taschenmesser verwendet und ist auch bei Custom-Messermachern beliebt.

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Pakkaholz in dunkler Färbung mit SchichtstrukturPakkaholz in rötlicher FärbungPakkaholz mit ausgeprägter Musterung

Pakkaholz Holzlaminat mit Kunstharz

Herkunft
wird weltweit hergestellt
Gewicht
mittelschwer
Härte
sehr hart
Oberfläche
glatt, glänzend
Haltbarkeit
sehr witterungsbeständig, spülmaschinenfest nicht empfohlen
Farbe/Maserung
verschiedene Färbungen, ausgeprägte Musterung

Pakkaholz ist keine Holzart. Es wird aus Naturholz hergestellt, das in dünnen Schichten unter hohem Druck und Hitze mit Kunstharz imprägniert und verpresst wird. Pakkaholz ist dadurch preiswert, sehr witterungsbeständig, bruchfest, härter als Naturholz und in vielen Färbungen erhältlich.

Viele japanische Kochmesser haben Griffe aus Pakkaholz, da es die Optik von Holz mit der Pflegeleichtigkeit von Kunststoff verbindet.

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Palisander (engl. Rosewood) Dalbergia spp.

Amazonas-Palisander, rotbraun bis schwarz gestreift

Palisander (Amazonas)

Herkunft
Amazonasgebiet
Gewicht
schwer
Härte
hart
Oberfläche
fein
Farbe/Maserung
rotbraun bis schwarz, gestreift
Honduras-Palisander, rosabraun bis hellbraun

Honduras-Palisander

Herkunft
Honduras, Belize
Gewicht
schwer
Härte
hart
Oberfläche
fein
Farbe/Maserung
rosabraun bis hellbraun, schwach gestreift
Ostindischer Palisander, violettbraun gestreift

Ostindischer Palisander

Herkunft
Indien
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart
Oberfläche
grobporig, glatt glänzend
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
violettbraun bis graubraun, gestreift

Rohdichte: ca. 0,80–1,00 g/cm³ (je nach Art)

Die verschiedenen Palisander-Arten werden aufgrund ihrer schönen Färbungen und Maserungen und ihrer sehr guten Eigenschaften von vielen Herstellern für Messerhefte verwendet. Für Verwirrung sorgt dabei die englische Bezeichnung „Rosewood“, die häufig fälschlich mit „Rosenholz“ übersetzt wird.

Alle Palisanderarten (Gattung Dalbergia) sind im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) gelistet, der Rio-Palisander (Dalbergia nigra) sogar im strengsten Anhang I. Seriöse Hersteller belegen die legale Herkunft ihres Holzes.

Artenschutz: Diese Holzart ist ganz oder teilweise im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) gelistet.

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Palmira (stabilisiertes Palmenholz) mit punktierter Faserstruktur

Palmira / Palmwood stabilisiertes Palmenholz

Herkunft
weltweit hergestellt
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart
Oberfläche
glatt, mit sichtbaren Faserbündeln
Haltbarkeit
witterungsbeständig
Farbe/Maserung
verschiedene Färbungen, typische Punkt- und Streifenstruktur

Als Palmira wird stabilisiertes Palmenholz bezeichnet. Beim Stabilisieren wird das Holz unter Druck z. B. mit Kunstharz getränkt, damit das von Natur aus faserige Holz eine bearbeitbare Struktur annimmt.

Das stabilisierte Holz ist hart, witterungsbeständig und verzieht sich nicht. Es ist dadurch sehr gut zur Herstellung von Messerbeschalungen geeignet.

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Pappel-Maserholz, hell mit dichten, braunen Maseraugen

Pappel-Maserholz Populus spp. (Maserknollen)

Herkunft
Nordamerika, Europa
Gewicht
leicht (stabilisiert mittelschwer)
Härte
weich; stabilisiert hart
Rohdichte
ca. 0,45 g/cm³ (unstabilisiert)
Oberfläche
fein, stabilisiert glatt
Haltbarkeit
stabilisiert witterungsbeständig
Farbe/Maserung
cremeweiß bis hellbraun mit dicht stehenden Maseraugen

Pappel-Maser stammt aus den knollenartigen Auswüchsen am Stamm der Pappel. Die dicht stehenden „Augen“ und verwirbelten Fasern ergeben eine spektakuläre Zeichnung, die an Amboina oder Thuja erinnert.

Da Pappel von Natur aus weich ist, wird Pappel-Maser für Messergriffe stabilisiert und häufig kräftig eingefärbt, z. B. in Blau, Rot oder Grün.

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Quittenholz, rotbraun marmoriert

Quittenholz Cydonia oblonga

Herkunft
Europa, Asien
Gewicht
schwer
Härte
sehr hart und zäh
Oberfläche
feinporig
Haltbarkeit
mäßig witterungsfest
Farbe/Maserung
rotbraun bis braun, marmoriert

Seine Eigenschaften machen Quittenholz zu einem guten Holz für Messerhefte. Verwendung findet es vor allem bei asiatischen Herstellern.

Das dichte Obstholz ist nur in kleinen Abmessungen erhältlich und daher ideal für Griffschalen und Kleinteile.

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Rosenholz, rotbraun schwach gestreift

Rosenholz Sammelbezeichnung, u. a. Dalbergia spp.

Herkunft
Südamerika
Gewicht
schwer
Härte
hart
Oberfläche
fein
Haltbarkeit
witterungsbeständig
Farbe/Maserung
rotbraun bis braun, schwach gestreift

Im Deutschen bzw. von Messerherstellern wird die Bezeichnung „Rosenholz“ für eine ganze Reihe tropischer Hölzer verwendet, die sich in ihrem Aussehen etwas unterscheiden. Der Name stammt vom rosenähnlichen Duft frisch bearbeiteten Holzes.

Für Verwirrung sorgt zudem die englische Bezeichnung „Rosewood“ für Palisander, die häufig fälschlich als „Rosenholz“ übersetzt wird.

Artenschutz: Diese Holzart ist ganz oder teilweise im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) gelistet.

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Sandelholz, dunkelbraun mit schwacher Maserung

Sandelholz (engl. Sandalwood) Santalum spp.

Herkunft
Indien, Südostasien, Australien
Gewicht
schwer
Härte
hart
Rohdichte
ca. 0,90 g/cm³
Oberfläche
fein bis grobfaserig
Haltbarkeit
mäßig witterungsfest
Farbe/Maserung
dunkelbraun oder rotbraun, schwache Maserung

Neben seiner Härte zeichnet sich Sandelholz besonders durch seinen angenehmen, lang anhaltenden Duft aus. Im Messerbereich wird meist die dunkelbraune Variante des Sandelholzes verwendet; vereinzelt findet man aber auch eine rotbraune Variante.

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Satiné-Holz, leuchtend rotbraun mit seidigem Glanz

Satiné (Bloodwood) Brosimum rubescens

Herkunft
Südamerika
Gewicht
schwer
Härte
sehr hart
Rohdichte
1,00–1,10 g/cm³
Oberfläche
mittelfein, seidig glänzend
Haltbarkeit
mäßig witterungsfest
Farbe/Maserung
rot bis rotbraun, leicht gestreift

Das seltene Satiné-Holz (engl. Bloodwood) glänzt mit intensiver roter Färbung, seidigem Schimmer und guten Eigenschaften, wird in der Messerherstellung aber eher selten verwendet. Es ist botanisch mit dem Schlangenholz verwandt.

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Schlangenholz mit schlangenhautartiger ZeichnungAmourette (Schlangenholz), rotbraun mit dunklen Flecken

Schlangenholz (Amourette, Snakewood) Brosimum guianense

Herkunft
Südamerika (v. a. Guyana, Surinam)
Gewicht
sehr schwer
Härte
sehr hart
Rohdichte
1,20–1,30 g/cm³
Oberfläche
feinporig
Haltbarkeit
mäßig; neigt zur Rissbildung
Farbe/Maserung
rotbraun bis braun, gefleckt wie eine Schlangenhaut

Das sehr harte Schlangenholz zählt nicht zuletzt wegen seiner außergewöhnlichen Maserung, die an eine Schlangenhaut erinnert, zu den schönsten und teuersten Hölzern für Messerhefte. Es wird vor allem bei hochwertigen Messern verwendet. Man findet das Holz auch unter der englischen Bezeichnung Snakewood und der französischen Bezeichnung Amourette.

Da Schlangenholz spröde ist und zur Rissbildung neigt, wird es häufig stabilisiert. Nur ein kleiner Teil des Kernholzes zeigt die typische Zeichnung – das erklärt den hohen Preis.

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Stabilisiertes, blau eingefärbtes Maserholz

Stabilisiertes Holz Holz + Acrylharz

Herkunft
weltweit hergestellt
Gewicht
mittelschwer bis schwer
Härte
hart
Rohdichte
höher als das Ausgangsholz
Oberfläche
porenfrei, glatt, hochglanzpolierbar
Haltbarkeit
sehr witterungsbeständig
Farbe/Maserung
natur oder in beliebigen Farben eingefärbt

Beim Stabilisieren wird Holz im Vakuum- und Druckverfahren vollständig mit Acrylharz getränkt, das anschließend unter Wärme aushärtet. Das Ergebnis ist ein Werkstoff mit der Optik von Naturholz, der kaum Feuchtigkeit aufnimmt, sich nicht verzieht und nicht reißt.

So lassen sich auch weiche oder rissanfällige Hölzer wie Maserhölzer oder gestocktes Holz für Messergriffe nutzen. Eine Variante sind Hybridgriffe, bei denen Holz mit farbigem Epoxidharz kombiniert wird. Verwandte Verfahren: Pakkaholz und Palmira.

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Tasmanian Blackwood, gold- bis dunkelbraun mit leichter Riegelung

Tasmanian Blackwood Acacia melanoxylon

Herkunft
Australien (Tasmanien)
Gewicht
mittelschwer
Härte
mittelhart
Rohdichte
ca. 0,64 g/cm³
Oberfläche
fein- bis mittelporig
Haltbarkeit
mäßig witterungsfest
Farbe/Maserung
goldbraun bis dunkelbraun, oft geriegelt

Tasmanian Blackwood ist eine Akazienart aus Südostaustralien und ein naher Verwandter von Koa. Das Holz ist gut zu bearbeiten, formstabil und zeigt häufig eine schimmernde Riegelung.

Aufgrund der ähnlichen Optik gilt es als preiswertere Alternative zu Koa und wird für Custom-Messer, Gitarren und edle Möbel verwendet.

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Teakholz, goldbraun mit gefladerter Maserung

Teakholz Tectona grandis

Herkunft
Süd- und Südostasien, Plantagen in den Tropen
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart
Rohdichte
ca. 0,65 g/cm³
Oberfläche
mittelporig, ölig
Haltbarkeit
sehr witterungsfest
Farbe/Maserung
goldbraun, dunkelt nach; teils dunkle Streifen

Teak ist durch seinen hohen Gehalt an natürlichen Ölen und Kautschuk extrem witterungs- und wasserbeständig – deshalb wird es im Bootsbau geschätzt. Diese Eigenschaften machen Teak auch für Küchenmesser und Schneidbretter interessant.

Teakholz enthält Kieselsäure und stumpft Werkzeuge beim Bearbeiten ab. Beim Kauf auf zertifizierte Plantagenware (z. B. FSC) achten.

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Thuja-Maserholz, goldbraun gefleckt und marmoriert

Thujaholz (Thuja-Maser) Tetraclinis articulata

Herkunft
Nordafrika (v. a. Marokko)
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart
Oberfläche
engporig
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
goldbraun bis dunkelbraun, gefleckt bis marmoriert

Das seltene und hochpreisige Thujaholz hat u. a. wegen seiner schönen Maserung viele Fans. Zudem verströmt es als Zypressengewächs einen angenehmen Duft. Für Messer wird häufig das besonders schön gemaserte Thuja-Wurzelholz verwendet.

Das Holz stammt vom Sandarakbaum aus dem Atlasgebirge und wird in Marokko traditionell zu Kunsthandwerk verarbeitet.

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Wacholderholz, gelblich bis rotbraun, gepunktet und marmoriert

Wacholder Juniperus spp.

Herkunft
weltweit
Gewicht
mittelschwer
Härte
mäßig hart und zäh
Rohdichte
ca. 0,55 g/cm³
Oberfläche
fein
Haltbarkeit
witterungsbeständig
Farbe/Maserung
gelblich bis rotbraun, gepunktet bis marmoriert

Der Wacholder zählt zu den Zypressengewächsen. Wacholderholz erfreut Messerfans mit schöner Maserung und ganz besonders durch seinen aromatischen Duft, der beim Anfassen des Griffs immer wieder zu riechen ist.

Zu finden ist Wacholderholz vor allem bei französischen Messerherstellern, etwa bei Laguiole-Messern.

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Wenge-Holz, dunkelbraun mit feiner, heller Streifung

Wenge Millettia laurentii

Herkunft
Zentralafrika
Gewicht
schwer
Härte
hart
Rohdichte
ca. 0,87 g/cm³
Oberfläche
grobporig
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
dunkelbraun bis fast schwarz mit feinen hellen Streifen

Mit seinen durchweg sehr guten Eigenschaften zählt Wengeholz zur ersten Wahl für Messerhefte. Die dunkle, fein gestreifte Optik wirkt modern und edel.

Wenge wird von der IUCN als stark gefährdet eingestuft – achten Sie auf Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

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Wurzelholz mit dichten Maseraugen und Marmorierung

Wurzelholz (Maserholz) verschiedene Baumarten

Herkunft
weltweit
Gewicht
je nach Holzart
Härte
je nach Holzart
Oberfläche
je nach Holzart
Haltbarkeit
je nach Holzart; oft stabilisiert
Farbe/Maserung
diverse Färbungen und Marmorierungen

Wurzelhölzer erfreuen sich besonders wegen ihrer schönen Maserungen großer Beliebtheit bei Messersammlern. Sie werden daher auch als Maserholz bezeichnet. Das Holz stammt von Wurzeln und Knollen verschiedener Baumarten wie Ahorn, Birke, Buche, Nussbaum, Amboina, Pappel oder Thuja.

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Wüsteneisenholz, graubraun bis dunkelbraun marmoriert

Wüsteneisenholz (Desert Ironwood) Olneya tesota

Herkunft
Sonora-Wüste (Mexiko, Südwesten der USA)
Gewicht
sehr schwer
Härte
sehr hart und zäh
Rohdichte
1,10–1,20 g/cm³
Oberfläche
sehr fein, ölig
Haltbarkeit
witterungsbeständig
Farbe/Maserung
goldbraun bis dunkelbraun, gefleckt bis marmoriert, teils mit Chatoyance

Durch seine Härte und Zähigkeit ist Wüsteneisenholz bestens zur Herstellung von Messerheften geeignet. Das seltene und hochpreisige Holz findet man auch unter der englischen Bezeichnung Desert Ironwood.

Da die Bäume in der Wüste nur extrem langsam wachsen und geschützt sind, darf ausschließlich Totholz verarbeitet werden.

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Zebrano-Holz mit markanten hell-dunklen Zebrastreifen

Zebrano (Zebraholz) Microberlinia spp.

Herkunft
Westafrika (v. a. Kamerun, Gabun)
Gewicht
mittelschwer
Härte
hart
Rohdichte
ca. 0,74 g/cm³
Oberfläche
mittelgroße Poren
Haltbarkeit
witterungsfest
Farbe/Maserung
hellbeige mit dunkelbraunen Streifen

Zebrano bzw. Zebraholz stammt von Bäumen der Gattung Microberlinia aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Der Name kommt von den ausgeprägten dunklen Streifen des Holzes, die an Zebras erinnern.

Das harte, dekorative Holz wird gern für Taschenmesser und Kochmesser verwendet. Wegen des Wechseldrehwuchses ist es etwas anspruchsvoller zu bearbeiten.

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Ziricote-Holz, graubraun bis schwarz mit spinnennetzartiger Zeichnung

Ziricote Cordia dodecandra

Herkunft
Mittelamerika
Gewicht
sehr schwer
Härte
sehr hart
Rohdichte
0,90–1,00 g/cm³
Oberfläche
fein
Haltbarkeit
witterungsbeständig
Farbe/Maserung
grünbraun bis graubraun und schwarz, gestreift, teils spinnennetzartig

Ziricote bietet erstklassige Eigenschaften und eine schlichte, elegante Optik. Typisch sind landschafts- oder spinnennetzartige Zeichnungen, die jedes Stück einzigartig machen.

Das seltene Edelholz wird vor allem als Griffmaterial bei hochwertigen Messern verwendet.

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Häufige Fragen zu Holzgriffen

Welches Holz ist am besten für Messergriffe?

Das „beste“ Holz hängt vom Einsatz ab. Für Küchenmesser eignen sich feuchtebeständige Hölzer wie Teak, Kastanie, Cocobolo, stabilisiertes Holz oder Pakkaholz. Für Outdoor- und Jagdmesser sind zähe Hölzer wie Esche, Hickory oder Wüsteneisenholz ideal. Für Sammlermesser sind Maserhölzer, Ebenholz, Schlangenholz oder Ziricote besonders beliebt.

Welches ist das härteste Holz für Messergriffe?

Zu den härtesten und dichtesten Griffhölzern zählen Grenadill, Schlangenholz, Katalox, Wüsteneisenholz und Mopane mit einer Rohdichte von über 1,0 g/cm³ – sie sind schwerer als Wasser und gehen darin unter.

Darf ein Messer mit Holzgriff in die Spülmaschine?

Nein. Hitze, Feuchtigkeit und aggressive Reiniger lassen Holz aufquellen, ausbleichen und reißen. Messer mit Holzgriff sollten von Hand gespült, sofort abgetrocknet und regelmäßig geölt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Pakkaholz und stabilisiertem Holz?

Pakkaholz besteht aus dünnen, mit Kunstharz verpressten Holzschichten und hat eine gleichmäßige, geschichtete Optik. Stabilisiertes Holz ist ein massives Stück Naturholz, dessen Poren im Vakuum- und Druckverfahren mit Acrylharz gefüllt werden – die natürliche Maserung bleibt vollständig erhalten.

Sind Palisander und Rosenholz dasselbe?

Nicht ganz. Die englische Bezeichnung „Rosewood“ steht für Palisander (Gattung Dalbergia) und wird oft fälschlich mit „Rosenholz“ übersetzt. Im Deutschen wird „Rosenholz“ dagegen als Sammelbegriff für mehrere tropische Hölzer mit rosenähnlichem Duft verwendet.

Welches Holz wird für japanische Messergriffe verwendet?

Traditionelle japanische Wa-Griffe bestehen meist aus Magnolienholz (Ho-Holz), oft mit einer Zwinge aus Büffelhorn. Hochwertige Griffe gibt es außerdem aus Ebenholz, Walnuss, Kastanie, Palisander oder Wenge; viele moderne japanische Kochmesser haben Griffe aus Pakkaholz.

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